Börsenwunder


Fast hätte ich nicht der Rubrik Zürcher Börsenwunder nicht die entsprechende Beachtung geschenkt, aber auf ein Wunsch einer Investmentbanking Legende, habe ich nochmals die tief in der Schatztruhe gegraben und wurde für Sie fündig. Wir blicken ins Jahr 2013 zurück, als am 13. März des gleichen Jahres die Raiffeisengruppe ihre Beteiligung von 2.5% auf 22.75% in einem Schlag an der EFG Financial Products (Heutige Leonteq) erhöht hat. Wird das Handelsvolumen der letzten 30 Tage vor diesem ominösen Datum genauer analysiert, stellen sich gewissen Fragen, ob wir einmal mehr Zeuge eines legendären Zürcher Börsenwunders sind? Speziell der 21. März 2013 sticht hervor: 25 000 gehandelt Stücke, während an den vorgängigen Tagen dem 19. und 20. Februar 2013 von Volumen berichtet werden kann, welche unter der Tausender Marke liegt. Doch dies ist nur die eigentliche Vorspiel: Zwischen dem 28. Februar 2013 und 5. März 2013 werden Handelsumsätze notiert, welche mehr als das Zehnfache des Marktüblichen darstellen. Leider kann ich keinen Einblick über die Derivativ Transaktionen geben, weil die nicht mehr nachvollziehbar sind. Hier wäre die SWX gefordert im Rahmen der Transparenz, ob hier Warrants-Positionen im grösseren Stil gehandelt wurden. Schaut man sich das Handelsvolumen vom 15. Januar 2013 bis zum 15. März 2013 genauer an, werden die Indizien eines Börsenwunders noch viel offensichtlicher. Die Teilübernahmen der EFG Financial Products durch die Nr. 3 im Land, war ein regelrechter Ritterschlag für die Gründungspartner der im Jahre 2007 etablierten Unternehmens, welche während der schwersten Finanzkrise der Neuzeit gegründet wurde. (Börsenwunderanalyse für Investmentbanking Legende, getreu nach dem Motto „readers first“)

Game Over Credit Suisse

«Game Over»: Was zum Ende der Credit Suisse führte

Ein neuer Kinofilm zeichnet nach, wie in der Grossbank über Jahrzehnte mit Gier und Arroganz geschäftet wurde. Im Podcast erzählte ich über meine Recherche.

https://apropos.simplecast.com/episodes/game-over-das-ende-der-credit-suisse-GeEUq0JU

Am 19. März 2023 tritt Bundesrätin Karin Keller-Sutter vor die Medien und verkündet das Aus der Credit Suisse. Es gibt nur noch eine Rettung für die kriselnde Grossbank: den Zusammenschluss mit ihrer ewigen Konkurrentin, der UBS.

Für viele war das Ende der Credit Suisse ein Schock. Doch hatte sich der Untergang nicht schon viel länger angekündigt? Seit den 1970er-Jahren schlitterte die Grossbank von einem Skandal in den nächsten. Hätte nicht viel früher schon interveniert werden müssen? Warum wurden Warnsignale nicht ernst genommen?

Diese Fragen beantworten der neue Kino-Dokumentarfilm «Game Over – Der Fall der Credit Suisse» sowie das gleichnamige Buch. Es geht darin um Arroganz, Machthunger und Grössenwahn. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erzählt Rutishauser von seiner Recherche.